Radiologisches Zentrum Seesen

Nicht invasive kardiale Bildgebung und Funktionsdiagnostik

Karl-Herold-Straße 1
38723 Seesen

Telefon Zentrale: 05381 / 74 13 60
Telefon Kardiale Bildgebung: 05381 / 74 43 62

Leistungsspektrum der interventionellen Radiologie:

Krankhafte Veränderungen der Arterien und Venen

Aufdehnung von Adern (Gefäßdilatation)

In fast allen Adern des Körpers kann es im Laufe der Jahre, bei schädigender Lebensführung, durch Ablagerungen oder Vernarbungen zu Engstellungen kommen. Dies kann die Blutzufuhr soweit vermindern, dass der zu versorgende Bereich seine Funktion nicht mehr erfüllen kann und sich eine verminderte Lebensqualität bis hin zur Lebensgefährdung einstellt. Fast alle Gefäße können, um diese Gefahr abzuwenden, mit entsprechenden Ballonkathetern wieder ausreichend erweitert werden. Wir erweitern die Adern mit über einen durch die Leistenarterie in örtlicher Betäubung eingeführten Ballonkatheter und zeigen Ihnen sofort nach der Behandlung das Ergebnis auf einem Bildschirm. Anschließend verbleiben sie noch einige Stunden zur Überwachung in unserer Abteilung. Dies gilt auch (zu Ihrer Sicherheit) für die nachfolgenden Behandlungsmöglichkeiten.

Gefäßprothesen (Stents)

Manchmal reicht eine alleinige Gefäßaufdehnung mit einem Ballonkatheter nicht aus, so dass eine innere Gefäßstütze (Stent) über die Leistenschlagader in örtlicher Betäubung eingebracht werden muss. Diese Gefäßstütze verbleibt im Körper und soll eine ausreichende Durchblutung auf Dauer gewährleisten. Diese Stents werden bevorzugt in der Bauchschlagader, in den Beckenarterien und Venen, in den Nierenarterien und in der Halsschlagader eingesetzt. Abdichtende Gefäßprothesen werden auf den ursprünglichen Gefäßdurchmesser individuell angepasst, zur Behandlung einer Bauchschlagadererweiterung (Bauchaortenaneurysma) in Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgischen Abteilung eingesetzt.

Gerinnselauflösung (Lyse)

Ein durch ein frisches Blutgerinsel verschlossenes Gefäß oder Bypass (künstliche Ader) wird in örtlicher Betäubung mit einem Medikament, welches über einen in der Ader liegenden Katheter (Schlauch) direkt in den Verschluss gelangt, wiedereröffnet. Diese Behandlung kann in allen Bereichen des Gefäßsystems von der Leistenschlagader aus durchgeführt werden, so in den Adern der Beine, der Arme, der Eingeweide und sogar in den Adern für das Gehirn. Die stationäre Behandlung dauert wenige Stunden bis zu einem Tag und kann schwerwiegende Folgen (Amputation/Schlaganfall) abwenden.

Gerinnselentfernung (Aspirationsembolektomie)

Ein plötzlicher Verschluss einer Ader wird meistens durch ein altes, mit dem Blutstrom wanderndes Gerinnsel verursacht. Dieses Gerinnsel gilt es, so schnell wie möglich, zu entfernen, da der Körper nicht sofort auf die veränderte Durchblutungssituation reagieren kann um die Mangelversorgung durch Umgehungskreisläufe auszugleichen. Wir entfernen das Gerinnsel in örtlicher Betäubung über ein durch die Leistenschlagader eingeführtes Rohr mit Unterdruck, das Gerinnsel wird also abgesaugt und die Durchblutung ohne Operation wiederhergestellt. Alle Behandlungen werden in enger Zusammenarbeit mit der neurochirurgischen, der gefäßchirurgischen und der neurologischen Abteilung von hierfür speziell ausgebildeten Fachärzten mit langjähriger Erfahrung durchgeführt.